Verschattung gehört zu den häufigsten Herausforderungen bei Photovoltaikanlagen. Kamine, Dachfenster, Gauben oder Bäume können dazu führen, dass einzelne Solarmodule zeitweise weniger Sonnenlicht erhalten. Viele Bauherren stellen sich deshalb die Frage: Braucht es dafür zwingend Moduloptimierer oder gibt es heute bessere Lösungen?
Warum Verschattung problematisch ist
Solarmodule sind in sogenannten Strings elektrisch miteinander verbunden. Liefert ein einzelnes Modul aufgrund einer Verschattung weniger Strom, kann dies die Leistung des gesamten Strings beeinträchtigen.
Früher wurden deshalb häufig Hardware Optimierer eingesetzt. Diese Elektronikmodule werden direkt unter den Solarmodulen montiert und sorgen dafür, dass verschattete Module den Ertrag der übrigen Module möglichst wenig beeinflussen.
Moduloptimierer sind nicht immer die beste Lösung
Moduloptimierer können bei komplexen Dachflächen oder starker Verschattung sinnvoll sein. Sie bringen jedoch auch Nachteile mit sich.
Jedes zusätzliche elektronische Bauteil auf dem Dach erhöht die Systemkomplexität und stellt eine potenzielle Fehlerquelle dar. Sollte ein Optimierer nach vielen Betriebsjahren ausfallen, muss das betroffene Modul demontiert werden. Das verursacht zusätzlichen Aufwand und entsprechende Kosten.
Hinzu kommt, dass auch Optimierer einen kleinen Eigenverbrauch und Umwandlungsverluste aufweisen. Bei sorgfältig geplanten Anlagen mit geringer oder nur zeitweiser Verschattung übersteigen die zusätzlichen Kosten und Verluste den möglichen Mehrertrag häufig.
Moderne Zelltechnologie als intelligente Alternative
Die Entwicklung der Solarmodule hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Moderne Rückseitenkontaktierte Module, wie beispielsweise die AIKO Module mit ABC Technologie (All Back Contact), nutzen die aktive Zellfläche besonders effizient, da sämtliche elektrischen Kontakte auf der Rückseite der Solarzellen liegen.
Zusätzlich verfügt diese Modulgeneration über eine intelligente Zellarchitektur, welche die Auswirkungen von Teilverschattung deutlich reduziert. Dadurch kann in vielen Anwendungen auf zusätzliche Hardware Optimierer verzichtet werden.
Das Ergebnis ist ein einfacherer Systemaufbau mit weniger Komponenten auf dem Dach und gleichzeitig einem hohen Energieertrag.
Die Vorteile moderner Rückseitenkontaktierter Module
- Hohe Erträge auch bei Teilverschattung
- Weniger Elektronik auf dem Dach und dadurch geringeres Ausfallrisiko
- Höchste Wirkungsgrade mit bis zu 25 % Modulwirkungsgrad
- Homogene All Black Optik ohne sichtbare Leiterbahnen
- Mehr aktive Zellfläche für die Stromproduktion
- Geringerer Wartungsaufwand über die gesamte Lebensdauer
Unser Fazit
Moduloptimierer haben weiterhin ihre Berechtigung, beispielsweise bei sehr komplexen Dachlandschaften oder unterschiedlichen Dachausrichtungen. Für viele Einfamilienhäuser sind sie heute jedoch nicht mehr zwingend erforderlich.
Moderne Rückseitenkontaktierte Solarmodule erreichen dank ihrer innovativen Zelltechnologie bereits eine sehr gute Verschattungstoleranz und ermöglichen oft einen einfacheren, zuverlässigeren und wirtschaftlicheren Anlagenaufbau. Deshalb prüfen wir bei jeder Photovoltaikanlage individuell, welche Lösung technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Unser Ziel ist nicht möglichst viel Hardware zu verkaufen, sondern die dauerhaft beste Lösung für Ihr Dach zu realisieren.
